Hier findest du achtsame Beschreibungen der Stellungen aus eurem Würfelspiel – mit Fokus auf Nähe, Präsenz, Atem und Verbindung. Nutze die Hinweise als Orientierung, nicht als starre Anleitung.
Fokus: Herzverbindung · viel Blickkontakt · ruhiger Atem
Eine Person liegt auf dem Rücken, die andere legt sich frontal zwischen die Beine auf sie. Brustkorb, Bauch und Becken berühren sich, die Gesichter sind nah beieinander. Die obere Person stützt sich mit den Händen rechts und links neben Schultern oder Brust ab oder umfasst den Körper sanft.
Wichtig ist, dass ihr das Gewicht gut verteilt: Die obere Person kann Teile ihres Gewichts über Arme und Knie tragen, damit die liegende Person sich nicht „erdrückt“ fühlt. Kissen unter Kopf oder Becken können helfen, den Körperwinkel bequemer zu gestalten.
Tantrisch gesehen ist das eine Stellung für Herzenergie: Ihr könnt euren Atem synchronisieren, euch lange in die Augen schauen und immer wieder innehalten. Nutzt kleine, weiche Bewegungen und lasst Pausen zu, in denen ihr nur spürt, haltet und präsent bleibt.
Fokus: Selbstbestimmung · weiche Hüftbewegungen · Raumhalten
Eine Person liegt oder lehnt halb auf dem Rücken, zum Beispiel leicht erhöht mit Kissen. Die andere setzt sich auf das Becken der liegenden Person, das Gesicht zur anderen Person gewandt. Die Knie sind rechts und links neben dem Körper, die Füße können aufliegen oder hinter dem Körper abgestützt sein.
Die obere Person kann ihren Oberkörper aufrichten, sich auf den Oberschenkeln abstützen oder sich nach vorn beugen und den Partner bzw. die Partnerin umarmen. Die untere Person kann mit den Händen an Hüften, Rücken oder Oberschenkeln Halt geben – ohne den Rhythmus zu übernehmen.
Tantrisch ist dies eine Stellung, in der die oben sitzende Person sehr gut auf ihren eigenen Körper hören kann: Welche Bewegung, welches Tempo, welche Form von Nähe fühlt sich stimmig an? Die andere Person hält Raum, atmet ruhig und bleibt aufmerksam – weniger Tun, mehr Dasein.
Fokus: Geborgenheit · Ruhe · Körper an Körper
Beide liegen auf der Seite in die gleiche Richtung. Die vordere Person liegt leicht eingerollt, die hintere Person schmiegt sich an ihren Rücken. Brust und Bauch der hinteren Person berühren den Rücken der vorderen Person, der Kopf liegt meist auf Schulterhöhe oder leicht dahinter.
Ein Arm der hinteren Person kann unter dem Kopf der vorderen liegen oder als Kissen dienen, der andere Arm umschließt Brust, Bauch oder Taille. Die Beine können übereinanderliegen oder sich leicht ineinander verhaken, so wie es bequem ist.
Tantrisch ist Löffelchen vor allem ein Raum zum Ankommen oder Ausklingen. Ihr könnt euren Atem spüren, ohne ständigen Blickkontakt, und dennoch nah sein. Kleine Berührungen entlang Flanken, Bauch oder Armen helfen, ins Fühlen zu kommen – ohne Druck, ohne Ziel.
Fokus: Führung · Halt · klare Kommunikation
Eine Person stützt sich auf Händen und Knien oder Unterarmen und Knien ab. Die andere kniet oder steht dahinter. Der Rücken ist in einer angenehmen, nicht überstreckten Position, der Kopf kann gesenkt oder leicht angehoben sein.
Die hintere Person kann ihre Hände an Hüften, Taille, Rücken oder Schultern legen, um Stabilität und Sicherheit zu geben. Wichtig ist, dass sich die vordere Person jederzeit neu positionieren oder Signale geben kann, wenn etwas zu viel wird.
Tantrisch wird diese Stellung, wenn ihr die Geschwindigkeit reduziert und regelmäßig innehaltet. Statt Kraft steht Achtsamkeit im Vordergrund: Wie fühlt sich der Körper an? Wie ist der Atem? Wo braucht es mehr Halt, wo mehr Weichheit? Worte sind hier besonders wertvoll.
Fokus: Meditation · Herzenergie · Atem verschmelzen
Eine Person sitzt im Schneidersitz oder mit leicht geöffneten, angewinkelten Beinen. Die andere setzt sich frontal auf den Schoß, das Gesicht zugewandt. Ihre Beine können die Taille der sitzenden Person umschließen oder seitlich abgelegt werden, je nach Beweglichkeit.
Die Oberkörper liegen nah aneinander, manchmal mit Stirn- oder Nasenkontakt. Die Arme können einander umschlingen oder sanft am Rücken, an den Schultern oder am Nacken ruhen.
Tantrisch ist Yab-Yum eine sehr kraftvolle Stellung: Atmet bewusst in Bauch, Brust und Becken, spürt die Wärme zwischen euren Körpern. Ihr könnt ganz ohne Bewegung beginnen und erst dann feine, wellenartige Mikro-Bewegungen zulassen, wenn ihr euch innerlich verbunden fühlt.
Fokus: Halt · Führung · klare Signale
Eine Person lehnt mit Rücken oder Seite an einer Wand oder Tür, die Füße fest am Boden. Die andere steht oder kniet frontal vor ihr. Die angelehnte Person kann Hände an die Wand legen, auf Schultern oder Nacken des Gegenübers.
Die vordere Person gibt über Arme, Hände und Oberkörper Stabilität. So entsteht ein Gefühl, gehalten zu sein, statt „festgenagelt“. Achtet darauf, dass genug Platz nach unten und zur Seite bleibt, damit Bewegungen natürlich folgen können.
Tantrisch ist diese Stellung, wenn ihr mit den Augen in Verbindung bleibt und die Wand als zusätzliche Unterstützung nutzt, um mehr entspannen zu können. Spürt, wie sich Vertrauen anfühlt, wenn du dich wirklich anlehnen darfst.
Fokus: geöffnete Hüften · fließende Wellen · Sensibilität
Eine Person liegt auf dem Rücken, die Beine angewinkelt, die Füße am Boden. Unter dem Becken kann ein Kissen liegen, sodass die Hüfte leicht angehoben ist. Die Knie öffnen sich sanft zur Seite, so weit, wie es sich bequem anfühlt.
Die andere Person positioniert sich zwischen den Beinen oder davor. Die Hände können an Hüften, Oberschenkeln oder an den Flanken liegen und den Körper beim Atmen und Bewegen unterstützen.
Tantrisch liegt der Fokus hier auf weichen Wellenbewegungen durch den gesamten Körper, nicht nur im Becken. Lass Schultern, Brust und Bauch mitatmen. Statt „machen“ geht es darum, dich in die Bewegung hinein zu entspannen.
Fokus: Einssein · Stille · energetische Nähe
Ähnlich wie Yab-Yum, nur noch enger verschlungen: Eine Person sitzt mit überkreuzten oder leicht angewinkelten Beinen, die andere setzt sich frontal auf den Schoß. Die Beine beider Personen können sich ineinander verhaken, so dass eine regelrechte „Knotenposition“ entsteht.
Die Oberkörper liegen eng aneinander, Arme und Hände können Rücken, Nacken oder Kopf halten. Es entsteht das Gefühl, fast ein Körper zu sein.
Tantrisch ist der Lotus ideal, um Bewegung zeitweise ganz loszulassen und nur Atem, Vibration und Energie zu spüren. Du kannst die Augen schließen, tönen, seufzen, atmen – und schauen, wie sich das innere Erleben verändert, ohne viel äußerlich zu tun.
Fokus: Herzöffnung · Umarmung · getragene Nähe
Eine Person sitzt aufrecht oder leicht angelehnt, die Beine vor sich oder leicht geöffnet. Die andere setzt sich von vorne auf den Schoß, schiebt die Knie rechts und links neben den Körper und schmiegt sich mit Brust und Bauch an.
Die Arme können sich gegenseitig umschließen, der Kopf der oberen Person kann sich an Schulter oder Hals anlehnen. Die sitzende Person kann den Rücken der anderen Person stützen.
Tantrisch ist dies eine Stellung zum „Ankuscheln“ auf allen Ebenen. Kleine, kaum sichtbare Bewegungen genügen – wichtiger ist, dass ihr euch emotional sicher und innerlich weich fühlt.
Fokus: Atem · Blickkontakt · energetische Ausrichtung
Beide knien sich voreinander hin, so dass sich Knie und Oberschenkel berühren oder sehr nah sind. Die Oberkörper sind sich zugewandt, die Wirbelsäulen aufgerichtet.
Die Hände können sich an den Oberschenkeln abstützen, einander halten oder an Herz und Bauch gelegt werden. Der Abstand kann variieren – von sehr nah bis etwas weiter weg – je nach Gefühl.
Diese Stellung eignet sich besonders, um zuerst nur zu atmen, Blickkontakt zu üben und die Energie im Körper wahrzunehmen, bevor ihr euch nähert oder weitergeht. Eine gute „Zwischenstation“ zwischen Gespräch und körperlicher Intimität.
Fokus: sanfte Öffnung · seitliche Nähe · weiche Flanken
Eine Person liegt halb auf dem Rücken, halb seitlich, zum Beispiel leicht auf eine Seite gedreht. Ein Bein bleibt ausgestreckt oder angewinkelt, das andere wird etwas angehoben oder nach außen gelegt, etwa auf ein Kissen.
Die andere Person platziert sich seitlich oder schräg davor, so dass ein seitlicher Körperkontakt entsteht. Hände und Arme können Flanken, Oberschenkel und Rücken entlangwandern.
Tantrisch kann diese Stellung sehr sinnlich erlebt werden, ohne überwältigend zu sein. Der seitliche Winkel lädt zu langsamen, schwingenden Bewegungen ein, während der Brustkorb und Bauch in Ruhe mitatmen.
Fokus: Entspannung · getragene Dynamik · Übersicht
Eine Person sitzt halb aufrecht, z.B. mit Kissen im Rücken oder am Kopfende eines Bettes, die Beine leicht angewinkelt. Die andere setzt sich von vorne auf das Becken, ähnlich wie bei der Reiterin, nur dass der Oberkörper der unteren Person nicht flach liegt, sondern gestützt ist.
So kann Blickkontakt leichter gehalten werden, während beide relativ entspannt bleiben. Die obere Person kann ihren Oberkörper nahe an den der unteren bringen oder sich etwas zurücklehnen.
Tantrisch ist dies ein guter Kompromiss zwischen Aktivität und Entspannung – eine Stellung für längere Phasen, in denen ihr euch gleichzeitig nahe und getragen fühlen wollt.
Fokus: Halt · emotionaler Release · Nähe
Beide sitzen oder knien sehr nah voreinander, so dass sich Brustkörbe vollständig berühren. Die Arme sind eng ineinander geschlungen, der Kopf kann an Schulter oder Hals des anderen ruhen.
Die Beine können sich entweder kreuzen, voreinander liegen oder einer sitzt im Schoß des anderen – je nachdem, was bequem ist. Wichtig ist das Gefühl von „ineinanderfallen dürfen“.
Diese Stellung eignet sich besonders, um Emotionen Raum zu geben – Tränen, Lachen, tiefe Seufzer. Tantrisch ist sie wie ein Reset-Knopf für euer Nervensystem: Ihr haltet euch einfach, bis der Körper von selbst ruhiger wird.
Fokus: Verspieltheit · Verschmelzung · energetische Verbindung
Ihr sitzt euch gegenüber und verschränkt eure Beine ineinander, so dass Unterschenkel und Füße sich kreuzen oder umeinander legen. Der Abstand kann variieren – von Knie an Knie bis ganz nah.
Oberkörper können sich annähern, die Hände einander halten oder an Herz und Bauch gelegt werden. Es entsteht ein spielerisches Gefühl von „verknotet sein“.
Tantrisch betrachtet ist diese Stellung schön, um Energie durch die Beine und den Unterkörper wandern zu lassen. Ihr könnt euch anschauen, berühren oder einfach im Atem bleiben – alles in eurem Tempo.
Fokus: Loslassen · Vertrauen · Rückseite spüren
Eine Person liegt flach oder leicht erhöht auf dem Bauch, die Stirn auf den Händen oder einem Kissen. Die Beine können ausgestreckt oder leicht geöffnet sein.
Die andere Person sitzt oder kniet neben oder auf Höhe des Beckens und hat die Möglichkeit, Rücken, Schultern, Beine und Flanken zu berühren, zu streicheln oder zu massieren.
Tantrisch ist dies eine Haltung starker Hingabe: Wer liegt, darf bewusst loslassen; wer sitzt oder kniet, übernimmt Verantwortung für achtsame Berührung. Ihr könnt die Stellung auch nur als Ritual der Rückenberührung nutzen – ganz ohne weitere Schritte.
Fokus: Hüftbewegung · Erdung · gemeinsame Wellen
Beide knien voreinander, die Knie relativ nah beieinander, so dass Hüften und Bäuche sich annähern können. Die Wirbelsäulen sind aufgerichtet, die Hände können auf Hüften, Schultern oder an den Seiten des Körpers ruhen.
Ihr beginnt, das Becken in kleinen, weichen Bewegungen vor und zurück oder kreisend zu bewegen – zuerst jede Person für sich, dann immer mehr im gemeinsamen Rhythmus.
Tantrisch ist dies eine perfekte Übung, um die Hüfte „aufzuwecken“ und gleichzeitig geerdet zu bleiben. Es geht nicht um Intensität, sondern darum, euren natürlichen, gemeinsamen Wellenrhythmus zu finden.
Fokus: Energiefluss · oben & unten verbinden · weiche Nähe
Eine Person sitzt mit ausgestreckten oder leicht angewinkelten Beinen, die andere setzt sich seitlich oder halb frontal an die Hüfte oder den Oberschenkel und lehnt ihren Oberkörper an Brust oder Schulter der sitzenden Person.
So entsteht eine Verbindung zwischen Herzraum der einen und Beckenraum der anderen Person. Hände können auf Herz, Bauch oder Hüften ruhen.
Tantrisch betrachtet ist dies eine Stellung, um „oben“ und „unten“ im Körper zu verbinden: Herz und Becken, Kopf und Bauch. Du kannst bewusst wahrnehmen, wie sich die Energie zwischen diesen Bereichen verändert, wenn ihr atmet und nah beieinander seid.
Fokus: Gehalten werden · Entspannung · geteiltes Gewicht
Eine Person sitzt halb aufrecht, angelehnt an eine Wand, das Kopfteil oder Kissen. Die andere setzt sich davor, lehnt sich mit Rücken und Kopf an den Oberkörper der sitzenden Person und lässt sich tragen.
Die hintere Person kann Arme um Brust oder Schultern legen oder Hände auf Bauch und Herz der vorderen Person legen. Die Beine können ausgestreckt oder leicht angewinkelt sein.
Das ist eine Stellung für tiefe Entspannung: Die vordere Person darf schwer werden und loslassen, die hintere bietet Halt. Tantrisch kann dies wie eine Art „Wiegehaltung“ wirken – sehr beruhigend, sehr verbindend.
Fokus: Schutz · Innigkeit · kleiner Raum
Eine Person liegt auf dem Rücken und zieht die Knie sanft Richtung Brust, die Füße können am Boden oder leicht in der Luft sein. Die andere Person ist nah bei ihr – sitzend, kniend oder halb liegend – und umfasst Beine, Hüften oder Schultern.
Durch die angezogenen Beine entsteht ein Gefühl von „kleiner werden“, geschützt sein. Die andere Person kann diesen Raum halten und mit sanften Berührungen unterstützen.
Tantrisch ist dies eine sehr intime, aber auch sensible Stellung. Sie eignet sich gut, wenn du dich verletzlich und gleichzeitig gehalten fühlen möchtest.
Fokus: Dynamik · Leichtigkeit · spielerischer Flow
Eine Person liegt oder sitzt stabil, die andere sitzt auf dem Becken, setzt aber einen Teil ihres Gewichts in die Füße – etwa indem sie sich leicht abstößt oder hochdrückt. So entsteht das Gefühl, „schwebend“ über dem anderen zu sein.
Die Knie sind meist neben dem Körper der unteren Person, die Füße können mehr oder weniger belastet werden, um den Druck zu variieren. Der Oberkörper kann aufrecht sein oder sich vor- und zurückbewegen.
Tantrisch ist das eine Stellung für spielerische, bewusste Dynamik: Du kannst mit Rhythmus, Pausen und Richtungswechseln experimentieren, ohne dich völlig abstützen zu müssen. Wichtig bleibt: Atmen, spüren, im Kontakt bleiben – nicht „funktionieren“.